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HomeOffice – Episode 4

Veröffentlicht am 23.04.2020 von Jörg Fecke

Mitarbeiter der DATATREE AG, das Beratungsunternehmen für Compliance, Datenschutz und Informationssicherheit, berichten über ihre persönlichen Erfahrungen aus dem HomeOffice.

Mein Arbeitstag beginnt um 9 Uhr. Seit inzwischen 30 Jahren arbeite ich regelmäßig im Homeoffice, daher hält sich die Umstellung bei mir in Grenzen. Allerdings beginnt mein Tag seit einer Woche früher: Nicht Corona sondern Artus bestimmt gerade meinen Alltag – ein 11-jähriger Bearded Collie Rüde. Seitdem eine gute Freundin in ärztlicher Behandlung ist, kümmere ich mich um den wolligen Zeitgenossen. Oder Artus kümmert sich um mich, das liegt im Auge des Betrachters. Zumindest drehen wir nach dem Frühstück immer zusammen eine Runde, in der Regel fünf Kilometer.

Anschließend bin ich dann auch wirklich bereit für mein Homeoffice. Die ersten beiden Stunden schaffe ich Ordnung: Lese, schreibe und beantworte Mails. Anschließend tausche ich mich mit meinen Kolleginnen und Kollegen per Videokonferenz aus. Wir sind bei der DATATREE ein interdisziplinäres Team, daher ist der Austausch umso wichtiger. Verschiedene Meinungen und Blickwinkel helfen bei so gut wie jeder Kundenanfrage.

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit als Berater Informationssicherheit im Homeoffice ist der Kundenkontakt. Das funktioniert glücklicherweise vom heimischen Schreibtisch ganz gut. Ob Berichte über KRITIS-Audits verfassen, Anfragen beantworten, ISO27001-Zertifizierungen vorbereiten oder den Kunden auf aktuelle Herausforderungen und Gefahren in Bezug auf die eigenen Informationssicherheitsmaßnahmen zu informieren; dank digitaler Kommunikation alles kein Problem.

Wenn ich auch fast immer für meine Kunden erreichbar bin: Um 12:30 Uhr ist bei mir Mittagspause! Die Zeit nehme ich mir. Dann bin ich für eine dreiviertel Stunde in der eigenen Kantine. Nach der Mittagspause ist vor der Arbeit, fast wie in jedem x-beliebigen Büro. Also wieder an den Schreibtisch. Nachmittags bleibt oft noch Zeit für Recherche und langfristigere Projekte. Nächste Woche stelle ich mit einem Kollegen die Tätigkeit eines externen Informationssicherheitsbeauftragten bei einem unserer größeren Kunden vor. In Zeiten von Corona funktioniert auch sowas nur noch per Videokonferenz und bedarf auch einer gewissen Vorbereitung.

Irgendwann ist dann auch Feierabend. Artus freut sich schon auf die letzte Runde des Tages, heute geht’s an einen der nahegelegenen Villeseen, einer rekultivierten Landschaft des Rheinischen Braunkohlereviers. Anschließend ist auch schon höchste Zeit für das Abendbrot. Da meine Frau nicht im Homeoffice sondern in der Insolvenzabteilung des Kölner Amtsgerichtes arbeitet, findet das gemeinsame Essen traditionell abends statt. Ich koche sehr gerne und bezeichne das auch als mein Hobby. Dieses Mal steht hausgemachte Pizza auf dem Plan. Ich habe erst kürzlich erfahren, dass es beim Teig vor allen Dingen aufs Kneten ankommt. Erst nach langem, ausgiebigem Kneten werden die Klebermoleküle des Teiges aktiviert. Also kneten, kneten, kneten, ich habe ja Zeit am Abend.