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Cookies – die verschiedenen Sorten und was das akzeptieren für Sie bedeutet

Josephine Luther

Veröffentlicht am 16.07.2021 von Josephine Luther

Wer kennt es nicht – bei Abruf einer Website ploppt ein kleines Fenster auf: “Unsere Website verwendet Cookies” und zack, da wurde schon auf den großen grünen Button “Alle akzeptieren” geklickt. Was solls, wird schon nicht so schlimm sein – oder doch? 

Naja, ganz so leicht ist diese Frage leider nicht zu beantworten, da es verschiedene Arten von Cookies gibt: Choco Chip, Double Chocolate,… nein, Spaß bei Seite. Bevor die Frage beantwortet werden kann, wird zunächst eine Definition von Cookies vorgenommen. 

Definition 

Cookies (Kekse) sind erst einmal Daten, die eine Website auf Ihrem PC zwischenspeichert, wenn Sie diese besuchen. Der Begriff Cookie wird im Datenschutz auch als Synonym für Datenentnahme, Datenspeicherung, Datenweitergabe oder Datenmissbrauch verwendet, unabhängig davon, ob dazu tatsächlich ein physischer Cookie verwendet wird oder andere Techniken eingesetzt werden. Der Cookie wird entweder vom Webserver an den Browser gesendet oder im Browser von einem Skript erzeugt. Der Server kann bei späteren, erneuten Besuchen dieser Seite diese Cookie-Information direkt auslesen oder über ein Skript an den Server übertragen. Aufgabe dieser Cookies ist beispielsweise die Identifizierung des Website Besuchers, das Abspeichern eines Logins bei einer Webanwendung wie Wikipedia, Instagram usw. oder das Abspeichern eines Warenkorbs bei einem Online-Shop. 

Arten von Cookies 

Session Cookies 

Session Cookies sind beim Surfen besonders sehr hilfreich und unabkömmlich. Sie speichern Ihre Login-Daten, so dass Sie sich auf passwort-geschützen Internetseiten nicht nach wenigen Sekunden neu anmelden müssen. Hier steht die Sicherheit im Vordergrund, deshalb werden Cookies zum Beispiel beim Online-Banking automatisch verwendet. Die Verbindung wird die gesamte Sitzung in einem Cookie gespeichert, bis Sie die Internetseite schließen bzw. sich abmelden. Dann wird auch der Cookie automatisch entfernt. Ein anderes Beispiel ist das Befüllen eines Warenkorbes beim Online-Shopping und dem Klick, um dann in den Bezahlvorgang zu wechseln. Zu den Session Cookies gehören die “notwendigen Cookies” wie sie auf den meisten Websiten bezeichnet werden. 

Nicht unbedingt notwendig, aber förderlich sind sogenannte “Funktionscookies”. Sie erhöhen die Usability der Website, indem sie beispielsweise den Standort speichern, um bei erneutem Aufruf der Website direkt den Standort anzuzeigen, oder indem sie eingegebene Formulardaten wie Name, Adresse, etc. speichern, damit diese nicht jedes Mal erneut eingegeben werden müssen. Aus Datenschutz Sicht sind Funktionscookies… 

Tracking Cookies 

Im Gegensatz zu Session Cookies sind Tracking Cookies, auch “persistente Cookies” genannt, alles andere als notwendig. Öffnen Sie eine Internetseite mit Werbebannern, platzieren diese ebenfalls einen Cookie. Damit wird Ihr Surfverhalten ausspioniert, um Ihnen gezielt „bestmögliche“ Werbung einzublenden. Das eigentliche Ziel ist jedoch die Webseiten-Optimierung. Zum Beispiel erhalten Sie bei Amazon durch Cookies personalisierte Produktvorschläge Den Einsatz dieser Cookies merkt man häufig nachdem man auf Online-Shops war: Werbeanzeigen zu diesem Shop tauchen auf vielen danach besuchten Webseiten wieder auf, manchmal auch mit einer (gewollten) Verzögerung von einigen Stunden bis einigen Wochen. Im Online-Marketing nennt man dies auch „Re-Targeting“. Nur Websites, die zusätzlich zu den technisch notwendigen Cookies weitere Cookies erheben, müssen durch einen Cookie Banner das Einverständnis der User erfragen. 

Das Problem dabei ist, dass der Aufbau von Cookie Pop-Ups/Bannern den Nutzern dazu verleitet den Button “alle akzeptieren” anzuklicken. Die meisten Nutzer ahnen außerdem nicht, dass ihre Seitenaufrufe eine große Rolle für die Werbewirtschaft spielen. 

Datenschutz 

Mit der Datenschutzgrundverordnung sind die gesetzlichen Bestimmungen für Webseitenbetreiber deutlich strenger geworden. Bevor jedwede Daten übertragen werden, wird der Nutzer um seine Einwilligung gebeten. Auf vielen Seiten öffnet sich direkt zu Beginn ein Banner, mit dem der Einsatz von Cookies abgelehnt bzw. akzeptiert werden kann oder sogar muss. Einige Seiten im Netz sind ohne Zustimmung nur eingeschränkt oder gar nicht mehr nutzbar. In der Regel lassen sich für die Funktion einer Webseite wesentlichen Webseite nicht von den Nutzern abwählen. Eine Zu- oder Ablehnung ist dagegen bei den eher für das Marketing verwendeten Cookies möglich. 

Unser Hinweis 

Nehmen Sie sich die Zeit, die Cookies zu personalisieren. Das dauert nie länger als eine Minute. So vermeiden Sie, dass verschiedenste Websites Zugriff auf Ihr Surf-Verhalten haben und müssen sich anschließend nicht mit nerviger Werbung rumschlagen.